ForSport Paderborn ist eine regional ausgerichtete Beratungsstelle der Sportsoziologie im Department Sport und Gesundheit an der Universität Paderborn. Der Name ForSport steht für Forschung und Wissenstransfer für die Bereiche Personal- und Organisationsentwicklung im Sport und auch in Unternehmen. Ein Team aus Sport- und Organisationssoziologen bietet hier wissenschaftliche Expertise und Analyse für Maßnahmen zur Personal- und Organisationsentwicklung im Sport und durch Sport.

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Zielgruppen der Beratungsleistungen sind Sportorganisationen wie Sportvereine und -verbände, die sich mit Blick auf gesellschaftliche Wandlungen weiterentwickeln wollen. Aber auch außersportliche Organisationen wie beispielsweise auf Gesundheit bedachte Unternehmen sind aufgefordert sich mit Veränderungsprozessen auseinanderzusetzen. Sport kann hier als Instrument zur Gestaltung einer gesunden Unternehmenskultur sowie zur Teamentwicklung dienen.

Die Besonderheit der Beratungseinrichtung liegt im Erkenntnisgewinn durch ihren universitären Hintergrund. Das hier gewonnene Wissen wird in Zusammenarbeit mit Studierenden der Universität Paderborn in anwendungsorientierte Transfermodelle für die Sportpraxis überführt. Ziel ist es also, wissenschaftliche Erkenntnisse Sportvereinen und -verbänden sowie Unternehmen und anderen Organisationen im Sinne eines Wissenstransfers praktisch zugänglich zu machen.

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Hintergrund zur Initiierung der Beratungsstelle ForSport Paderborn sind die zunehmenden Herausforderungen und Anforderungen, welchen sich Organisationen in der heutigen Zeit stellen müssen, die sich mit Blick auf gesellschaftliche Wandlungen weiterentwickeln wollen. Die vielfach proklamierte Forderung heißt: Organisationen müssen sich bewegen, um in einer sich ständig verändernden Umwelt überleben zu können! 

Der Sport kann an dieser Stelle in zweifacher Hinsicht als Ansatzpunkt einer Organisations- und Personalentwicklung betrachtet werden. Zum einen ist er selbst Betroffener von sich ändernden Umweltbedingungen. Aus gesellschaftlichen Wandlungsprozessen erwachsen stets neue Herausforderungen für Sportvereine, die es zu erschließen und zu bewältigen gilt. So lassen sich zahlreiche Vereine finden, die beispielsweise auf veränderte Wertevorstellungen und Bedürfnisse ihrer Mitglieder sowie den wachsenden Konkurrenzdruck durch kommerzielle Sportanbieter reagieren möchten, jedoch nicht über die entsprechenden Ressourcen verfügen. Sie sind auf Unterstützung bei der systematischen Planung, Gestaltung und Umsetzung von Veränderungsprozessen angewiesen (Organisations- und Personalentwicklung im Sport). 

Zum anderen kann der Sport aber auch als Instrument einer Organisations- und Personalentwicklung betrachtet werden, beispielsweise wenn es in Wirtschaftsunternehmen um die Förderung der betrieblichen Gesundheit geht. Wobei bei einer organisationssoziologischen Betrachtung weniger die Individuen, also die Mitarbeiter und deren persönliche Gesundheit im Fokus stehen, sondern vielmehr die „gesunde“ Organisation mit ihren speziellen Strukturen. Die Verbesserung innerbetrieblicher Kommunikationsprozesse sowie die Gestaltung einer „gesunden“ Unternehmenskultur sind Ansatzpunkte für einen organisationalen Veränderungsprozess in Unternehmen durch sportbezogene Maßnahmen (Organisations- und Personalentwicklung durch Sport).